Montag, 20.11.2017 16:20 Uhr

Schweizer Vorsitz im Int. Holocaust Remembrance Alliance

Verantwortlicher Autor: Tamás György Morvay Bern, 09.03.2017, 11:21 Uhr
Presse-Ressort von: Tamás Morvay Bericht 5413x gelesen

Bern [ENA] Am 7. März 2017 hat das Schweizer Jahr im International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) begonnen. In den kommenden 12 Monaten wird Botschafter Benno Bättig, der Generalsekretär des Eidgenössischen Departments für auswärtige Angelegenheiten, die Funktion des Vorsitzenden der IHRA innehaben. Die Schweiz will die Erinnerung an die Opfer erhalten, die Jugend ansprechen und eine Brücke von Damals zu Heute schlagen.

Bereits in seiner Ansprache anlässlich des Holocaust Gedenktages Ende Januar 2017, gewährte Botschafter Bättig einen Ausblick auf die Schwerpunkte des Schweizer Vorsitzes in der IHRA. Aktuell erläuterte er diese auch in einer persönlichen Stellungnahme auf der Website des EDA. Der Fokus der Arbeit liege "bei der Bildung, der Jugend und der Erinnerung" an die Shoah-Überlebenden. Zwei Plenarsitzungen der IHRA, in unterschiedlichen Sprachregionen der Schweiz, werden durchgeführt, zudem beschäftigt sich im November ein Konferenz in Bern mit der Verfolgung und Ermordung von Menschen mit Behinderung. Schliesslich werden Anfang 2018 Aufklärung und Unterricht über den Holocaust an einer Konferenz in Lausanne thematisiert.

Besonders an Jugendliche richtet sich eine vom EDA unterstützte Projekt, im Rahmen dessen die App "Fliehen vor dem Holocaust" entwickelt wird, das vier Einzelschicksale mit multimedialen Tools aufzeigt. Eine Fotoausstellung "The Last Swiss Holocaust Survivors" und eine didaktische Ausstellung über die "Kinder im KZ Bergen-Belsen" werden ebenfalls vom EDA gefördert. Die im vergangenen Jahr vom Suhrkamp-Verlag herausgebrachten "Memoiren von Holocaust-Überlebenden" sollen im Präsidialjahr der Schweiz auch durch Beiträge in französischer Sprache ergänzt werden. Wichtig für den "Bürger und Familienvater" Benno Bättig ist es, die junge Generation an die systematische Diskriminierung, Demütigung und Ausgrenzung des "Anderen" zu erinnern.

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