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Massive Terror-Eskalation im Süden Israels

Verantwortlicher Autor: Tamás György Morvay Ashkelon, 13.11.2018, 12:50 Uhr
Presse-Ressort von: Tamás Morvay Bericht 4036x gelesen

Ashkelon [ENA] Was für Aussenstehende wie ein plötzliches, erneutes Aufflammen erscheint, kann die aufmerksamen und informierten Beobachter bloss in ihrem Ausmass überraschen. Der scheinbar geringste Anlass führt zu massiver Eskalation, erscheint schwer kontrollierbar - treffender lässt sich der Begriff Terror wohl kaum umschreiben. Die Rede ist von der Region um den von der Hamas beherrschten Gazastreifen.

Der israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wohnte am Samstag den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Beendigung des Ersten Weltkriegs in Paris bei, als die Nachricht eines Zwischenfalls in der Stadt Khan Junis im Gazastreifen durchzusickern begann. Netanjahu brach seinen Besuch ab, kehrte noch in der Nacht nach Hause zurück. Trotz der sofort verhängtenNachrichtensperre sickerten verlässliche Einzelheiten über die schwer kontrollierbaren Sozialen Medien durch. Bei einer verdeckten Aktion einer Spezialeinheit, welche wohl der militärischen Aufklärung diente, traten Komplikationen auf. Ein israelischer Offizier verlor bei Gefechten sein Leben, ein anderer Soldat wurde mittelschwer verletzt. Die Einheit konnte evakuiert werden.

Gestern, ab Mitte Nachmittag und bis in die späten Abendstunden hinein, heulten ununterbrochen die Sirenen, um vor anfliegenden Rateken zu warnen. Auch das hochentwickelte Abwehrsystem "Iron Dome" konnte nicht verhindern, dass eine Rakete in ein Wohnhaus in Ashkelon einschlug, einen Menschen tötete und mehrere Verletzte forderte. Bisher nicht bestätigten Berichten zufolge handelt es sich beim Toten um einen illegalen arabischen Arbeiter, der vor der Arbeitslosigkeit in den Palästinensergebieten geflohen war. Doch die Terroristen, welche wahllos Raketen abfeuern, werden sich um solche Details von ihrem Tun auch nicht abhalten lassen.

Der Zwischenfall straft all jene, besonders in den Hauptstädten Europas Lügen, die bei solchen Gelegenheiten nicht müde werden, von "allen Seiten" Mässigung und Zurückhaltung zu verlangen. Sie wollen nicht erkennen, dass Terrorismus keiner Vernunft gehorcht, dass politisch motivierter Gewalt mit Vernunft nicht beizukommen ist. Selbst dann nicht, wenn der Terror auch vor ihrer Haustür zu geschehen droht, und Anschläge nur dank Hinweisen des israelischen Geheimdienstes verhindert werden können. Wie unlägst in Deutschland, in Frankreich und in Dänemark.

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