Mittwoch, 24.10.2018 03:48 Uhr

Sachsenbrunner Wahrzeichen mit 14. Lindenfest gefeiert

Verantwortlicher Autor: K.-W. Fleißig Sachsenbrunn, 11.07.2018, 12:18 Uhr
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Sachsenbrunn [ENA] Zum 14. Lindenfest hatte am 7. und 8. Juli 2018 der Verein „Tanzlinde Sachsenbrunn e.V.“ eingeladen. Dieser Verein ist der Dachverein für alle anderen Sachsenbrunner Vereine. Am späten Samstagnachmittag gab es bei Bier und Bratwurst einen gemütlichen Dämmerschoppen, bevor am Abend die Band „JoJo“ zu einem zünftigen Lindentanz aufspielte. Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst an der Tanzlinde.

Daran schloss sich ein Frühschoppen mit den einheimischen „Werrataler Musikanten“ an. Bei Thüringer Klößen und Serviettenklößen sowie Sauerbraten und Rouladen konnte am Fuße der Sachsenbrunner Linde ein deftiges Mittagessen eingenommen werden. Am Nachmittag lud ein buntes Programm mit den Kindern des Sachsenbrunner Kindergartens Jung und Alt ein. Zuvor jedoch begrüßte der Vereinsvorsitzende André Löbel die kleinen und großen Gäste zwischen Tanzlinde, Bühne und alter Sachsendorfer Schule.

Auch Kita-Erzieherin Marina Glauner begrüßte besonders Eltern, Großeltern und Geschwister, die sich unmittelbar vor der Bühne platziert hatten, um ihre Sprösslinge genau sehen zu können. Da wurden unzählige Fotoapparate und Videokameras gezückt, um den eigenen Nachwuchs bestens auf den Chip im Gerät bannen zu können. „Endlich ist wieder Lindenfestzeit“, so Marina Glauner. „Die Kinder stehen bereit und machen euch eine große Freud. Seid schön leis und hört gut zu, wir fangen mit unserem Sachsenbrunner Kindergartenlied an. Dieses wunderschöne Lied, das unserem Kindergarten ganz allein gehört, hat uns unsere liebe Helga Höhlein mit ihrem Oskar gedichtet und geschrieben.“

Weiter ging es mit einem Gedicht, vorgetragen im heimischen Dialekt. Da ging es um den Heimatort Sachsenbrunn, von dem man nimmer fort will oder um die Werra, die da schön mit ihrem Klang rauscht und an deren Ufern es viel zu sehen gibt. Auch die Linde, die da mächtig und groß am Wegesrand steht, durfte in dem Gedicht natürlich nicht fehlen. Im Murmelmuseum, da wird man schließlich gescheit und auch die Kirche gehört zu Sachsenbrunn. „Bei uns ist es schön wie nirgendwo – und darüber sind wir froh“. Das ist auch das Motto der Kleinsten im Ort. „Unser Dorf ist ein Traum, Handwerker gibt es, man glaubt es kaum“, fährt Marina Glauner fort. So ist es nicht verwunderlich, dass das Lied von den fleißigen Handwerkern folgte.

Schließlich wurde mit dem Lied vom Dorfkind gerockt, „dass niemand auf der Bank mehr hockt“. Musikschulkinder von Birgit Bischoff, die in der Sachsenbrunner Kita sind, gaben ebenfalls eine Probe ihres Könnens. Da gab es das Lied von der traurigen Rakete, die mit Marmelade betankt wurde und nicht fliegen konnte. Eine besonders große Überraschung gab es von den zukünftigen Schulkindern. „Seht euch nur einmal an, wie sie geputzt sind“, so Marina Glauner. Die Kinder begaben sich in bunten Kostümen auf eine Weltreise. Das gesamte letzte Jahr haben sie am Projekt „Kinder der Erde und Kinder der Welt“ gearbeitet. Mit dem Programm wollten sie zeigen, wo sie alles unterwegs waren.

Begonnen wurde die Weltreise im Dorf Sachsenbrunn mit einem typischen Dorffest – nämlich der Kirmes. Die Kids bewiesen, dass sie den Großen dabei durchaus nicht nachstehen. Als nächstes starteten die Kinder vom Erfurter Flughafen aus nach Indien um zu sehen, was dort so alles passiert. In das Bild passte so richtig ein Flötenspieler mit einer Schlange im Korb, die auf das Flötenspiel wartete, um sich zu zeigen und zu tanzen. Von Indien aus ging es in die kältere Region – die Kinder flogen zum Nordpol. Dick eingepackt in Pelzjacken bauten sie einen Iglu – ein Haus aus Eis. Einer der Eskimos schlug ein Loch ins Eis, um zu fischen oder sie bauten ein kleines Boot.

Eine große Welle ist aber für solch ein kleines Kajak gefährlich – aber es ging letztendlich auf der Reise alles gut. Weiter ging die Reise zu Tante Lucky nach Kentucky in Amerika. Alle klatschten schließlich mit Tante Lucky ordentlich mit. Auf ihrer Weltreise legten die Sachsenbrunner Kinder im heißen Afrika einen weiteren Zwischenstopp ein. Dort gingen sie auf eine Safari-Reise. „Wir gehen auf Safari tief in Afrika“ hallte es aus den Lautsprechern neben der Bühne. In Sachsenbrunn schließlich ging die Reise wieder zu Ende – und damit auch das Programm der Kindergartenkinder. Ein toller Applaus belohnte die kleinen Akteure auf der Bühne, die mutig und überzeugend das bunte Nachmittagsprogramm gestaltet haben.

Den Ausklang des 14. Lindenfestes gestalteten danach die „Werrataler Musikanten“ mit ihrem Auftritt. Das Wetter meinte es gut mit den Organisatoren und Besuchern. Wer am Sonntag einen Platz unter den aufgestellten Sonnenschirmen fand, konnte sich über ein schattiges Plätzchen freuen. Nico’s Imbiss aus Waldau war zum wiederholten Male an diesem Wochenende für das leibliche Wohl verantwortlich. Für Kaffee, Kuchen und Torten – derer rund 25 –, gebacken von den Vereinen, war ebenfalls bestens gesorgt und auch die durstigen Kehlen kamen nicht zu kurz. Rund 40 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf des nunmehr 14. Lindenfestes, so der Vorsitzende des Vereins „Tanzlinde Sachsenbrunn e.V.“ André Löbel.

Insgesamt kamen am Sonnabend und Sonntag rund 1.000 Gäste an die Linde, die auch schon zu Fernsehehren gekommen ist. So ist André Löbel mit diesem Zuspruch auch zufrieden. Am Sonntag gab es für die Kinder eine Hüpfburg, Kinderschminken und Glitzer-Tattoos. Eine Besucherschlange zeigte, wo man einen Eiswagen finden konnte. Vereinschef Löbel dankt den Helfern, die zum Gelingen des Lindenfestes beigetragen haben. „Nur gemeinsam geht es“ ist der Vereinsvorsitzende überzeugt. Dazu gehören auch die Familien Dentel und Grimmer. „Familie Dentel ist immer da, wenn sie gebraucht wird und Familie Grimmer stellt ihre Garage zur Verfügung.“ Der Dank geht auch an die zehn Sponsoren für das Fest.

Aus dem Fränkischen – aus der Nähe von Kulmbach – seien auch Vertreter zweier Lindenvereine nach Sachsenbrunn am Sonntagmorgen gekommen, um sich das hiesige Fest anzusehen. Anschließend sei die Reise weiter zur Effelder Linde gegangen. Alles in allem war das Lindenfest wieder eine gelungene Veranstaltung. Nach dem Fest ist vor dem Fest und so wird es in zwei Jahren wieder heißen: „Auf zur Sachsenbrunner Tanzlinde, einem Wahrzeichen Sachsenbrunns“. Auf jeden Fall wünschen sich die Vereinsmitglieder, dass diese schöne Tradition beibehalten wird und auch künftig erfolgreich gestaltet werden kann.

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