Sonntag, 24.09.2017 19:38 Uhr

Rettungsplatz entsteht

Verantwortlicher Autor: K.-W. Fleißig Saargrund, 27.08.2017, 10:51 Uhr
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Saargrund [ENA] Im Dezember 2017 ist es soweit, die Signale stehen auf „Grün“ und die Hochgeschwindigkeitszüge rollen auf der 107 Kilometer langen ICE-Neubaustrecke von Erfurt nach Ebensfeld. Geschwindigkeiten bis 300 Stundenkilometer werden möglich sein. Die Neubaustrecke verläuft durch 22 Tunnel mit 41 Kilometer und über 29 Talbrücken mit 12 Kilometer Gesamtlänge. Auf ihrer Reise werden die künftigen Fahrgäste ...

auch den rund 8.300 Meter langen Bleßbergtunnel passieren. Für einen Notfalleinsatz – der hoffentlich niemals eintreten wird, so die einhellige Meinung aller Beteiligten – sind entsprechende Rettungsplätze für Fahrzeuge sowie für die Versorgung verletzter Personen erforderlich. So auch am Bleßberg-Notausgang 4. Eigentlich sollte er bereits im Mai 2017 fertiggestellt sein, der Rettungsplatz am Notausgang 4 des Bleßbergtunnels der ICE-Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt nahe Saargrund. Im vergangenen Jahr waren bereits mit dem Fällen von Bäumen die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten durchgeführt worden.

Nicht nur die Witterung während der Wintermonate sei Schuld für die Ruhe auf der Baustelle gewesen – es gab auch Probleme mit dem Baugrund, so die Information vom zuständigen Projektingenieur des Teilprojektes VDE 8.1. Damit machten sich eine neue Statikberechnung und Umplanungen erforderlich. Auch der zweite Fertigstellungstermin im Juli konnte nicht gehalten werden. Nachdem die „Planung im Prüflauf bei den zuständigen Behörden zur Genehmigung“ war, haben nun Mitte August Arbeiter mit ihrer Bautechnik mit dem Erdaushub sowie mit dem Anlegen einer Baustraße begonnen.

Eine Spritzbetonwand wird zur Baugrundsicherung für einen Forstweg angelegt. Davor, so der Projektingenieur, wird eine langgestreckte Betonwand im leichten U-Profil errichtet. Insgesamt gesehen musste der Rettungsplatz gegenüber den ersten Planungen ca. fünf bis sechs Meter in Richtung Saargrund gerückt werden. Verantwortlich dafür sei der Untergrund mit dem verwitterten Gestein. Eine sechzehn Meter breite Überfahrt über die Saar gehört ebenso zum Projekt, wobei die Brücke betoniert wird und Stützwände zur Saar eingezogen werden. Der Rettungsplatz soll nach seinem Aufbau naturschutzgerecht mit einer geschlämmten Schotterdecke bzw. einem Schotterrasen auf einer Fläche von 800 Quadratmeter versehen werden.

Zusammen mit dem Rettungsplatz direkt am Notausgang – beide werden durch die Bundesstraße 281 getrennt – würde zusammen mit den Wegen eine Gesamt-Rettungsfläche von 1.500 Quadratmeter erreicht werden. Die Arbeiten zur Errichtung des Rettungsplatzes am Notausgang 4 des Bleßbergtunnels sollen bis November 2017 andauern. Von der unteren Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt Hildburghausen war zu erfahren, dass jedenfalls bis zum 22. Dezember 2017 eine halbseitige Sperrung mit Ampelverkehr genehmigt sei.

Die Saargrunder Einwohner werden um Verständnis gebeten, wenn vor allem in der Anfangszeit besonders vermehrt Lärm und Straßenschmutz durch die Bau-Fahrzeuge auftreten können.

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